Montag, 31. August 2009

Statussymbol Hund

Tiere, insbesondere Hunde, als Statussymbol – dieses Phänomen hat es schon immer gegeben. Doch noch nie wurde, und das trotz Wirtschaftskrise, so viel Geld für Luxus rund ums Tier ausgegeben wie heute: Eine nicht immer gelungene Gratwanderung zwischen Tierliebe und Egoismus.
Der Markt wächst und wächst. Das Modetier gewinnt – nicht nur in der Klatschpresse – immer größere Bedeutung. Halsbänder mit Goldapplikationen, Diamanten oder Svarowski-Kristallen, Heimtiermode auf der New Yorker „Pet Fashion Week“ – der Fantasie sind im Luxusbereich kaum Grenzen gesetzt. Die überaus erfolgreichen „Neuticles“ (Ersatzhoden für kastrierte Rüden) für etwa 1.000 Dollar das Paar werden statt der ehemaligen Hoden eingesetzt und sollen den Tieren nach der Operation wieder das alte Aussehen verleihen. Gemeinsam mit eigens für Tiere konzipierten Narbensalben & Co. scheint hier eine ästhetische Tiermedizin ihren Anfang zu nehmen.
Verhätscheln und Verwöhnen ist in, was ja nicht generell falsch sein muss. Doch hier liegt im wahrsten Sinne der Hund begraben, nämlich dann, wenn Verwöhnen mit Vermenschlichen und Haltungsfehlern einhergeht. Leider ist der Anteil der Tierhalter, die zum Vermenschlichen ihrer Hunde neigen, auch in Deutschland erstaunlich groß.

Mehr zum Thema: presse-kostenlos.de

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Related Posts with Thumbnails