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Mittwoch, 23. Juni 2010

Diagnose "herzkrank"

Jeder zehnte Hund, der von einem Tierarzt untersucht wird, leidet an einer Herzerkrankung. Die Diagnose trifft Hundehalter dann meist wie aus heiterem Himmel, da eindeutige Symptome fehlen. Oft macht das Tier lediglich einen müden Eindruck oder es hustet. Bei nur kurzen Spaziergängen kann es zu Atemnot kommen. Die chronische und meist schleichend verlaufende Klappenerkrankung ist bei Hunden die Hauptursache einer Herzinsuffizienz. Die verformten Herzklappen schließen nicht mehr richtig. Deshalb muss das Herz viel stärker arbeiten, um genügend Blut und damit Sauerstoff in den Kreislauf zu pumpen. Auf Dauer führt dies zu einer Vergrößerung des Herzens. Der Körper reagiert mit einem erhöhten Blutdruck, die Gefäße verengen sich und Flüssigkeit tritt aus den Gefäßen in die Lunge, Leber und Bauchhöhle. Am häufigsten betroffen sind kleine Hunderassen wie Dackel, Malteser oder Pudel sowie ältere Hunde.

Mehr zum Thema: animal-health-online.de

Nahrungsergänzungen und alternative Heilmittel, die die Herzfunktion Eures Lieblings unterstützen können, findet Ihr z.B. hier: apo-rot.de

Montag, 21. Juni 2010

„Schlittenfahren“ liegt oft an Würmern

Rutscht der Hund mit seinem Po auf dem Fußboden herum, sollte der Halter ihn zum Tierarzt bringen. Denn die Ursache für dieses allenfalls auf den ersten Blick komische, Schlittenfahren genannte, Verhalten können Würmer sein, erklärt die Aktion Tier. Für den Hund sind die Parasiten unangenehm, und deshalb versucht er, sich durch das Rutschen Erleichterung zu verschaffen. Dafür sorgt der Tierarzt schnell, indem er dem Vierbeiner Tabletten gibt. Eine weitere mögliche Ursache ist eine Verstopfung von Drüsen am Po. Auch in diesem Fall kann der Tierarzt ohne allzu großen Aufwand Abhilfeschaffen. (bild.de)

Freitag, 16. April 2010

Blaukorn – Gift für Hunde!

Jetzt im Frühjahr beginnt die Düngezeit. Das kann für Hunde gefährlich werden, denn nicht selten wird fahrlässig mit den Mitteln umgegangen. Beispielsweise ein Hund, der während eines Spaziergangs selbst nur mit den Pfoten mit Blaukorn in Berührung kam und diese anschließend sauber leckt, ist absolut gefährdet. Erbrechen, Atemnot und blutiger Durchfall sind deutliche Anzeichen für eine Vergiftung. Besitzer sollten so schnell wie möglich den Tierarzt aufsuchen. (qwertz.net)

Freitag, 2. April 2010

Warum dürfen Hunde keine Schokolade essen?

Was beim Menschen eher Probleme “auf den Hüften” verursacht, kann für Hunde tödlich sein. Speziell der Hund ist durch Schokolade und andere Kakaoprodukte gefährdet, da sie die Wirkstoffe Theobromin und Coffein enthalten. Je mehr Kakao die Schokolade enthält, desto gefährlicher ist die Schokolade für den Hund.
Die tödliche Dosis an reinem Theobromin wird für den Hund mit 100-200 mg/kg angegeben, das heißt, dass ca. 3 Tafeln Vollmilchschokolade oder eine Tafel Zartbitterschokolade einen 10-15 kg schweren Hund töten könnten. Die Hunde zeigen 4-12 Stunden nach der Aufnahme Erbrechen und Durchfall, im weiteren Verlauf Erregung, Zittern, Muskelkrämpfe, Lähmung der Hinterhand, Delirium und plötzlichen Tod durch Herzversagen. Letzteres resultiert aus einer Stimulation der Herzfunktion mit Entspannung der glatten Gefäß- und Bronchialmuskulatur. Hunde, die an Epilepsie leiden, können auf geringe Dosen von Theobromin mit Anfällen reagieren.
Wessen Hund sich erbricht, an Durchfall leidet, plötzlich enormen Durst hat oder zu zucken anfängt, sollte sofort einen Tierarzt aufsuchen. (online-swiss.ch, Foto: © by-sassi / pixelio.de)

Montag, 29. März 2010

Hunde jetzt gegen Staupe impfen lassen

Hundehalter, die ihre Vierbeiner noch nicht gegen Staupe haben impfen lassen, sollten das jetzt nachholen. Das gilt auch für Tiere in Städten, erklärt der Bundesverband Praktizierender Tierärzte in Frankfurt.
Im Raum Konstanz seien zuletzt vermehrt kranke und verendete Füchse gefunden worden, und bei einem habe man als Todesursache inzwischen Staupe ermittelt, so der Verband. Da sich die für Hunde häufig tödliche Infektionskrankheit schnell ausbreiten kann, empfiehlt es sich, für Schutz zu sorgen - oder einen bestehenden Schutz aufzufrischen. Ob Letzteres nötig ist, kann der Tierarzt durch einen Test herausfinden. Grundsätzlich sind Hunde auch in Städten nicht vor Begegnungen mit Füchsen gefeit. Für Menschen ist Staupe ungefährlich. (sueddeutsche.de)

Montag, 22. März 2010

Allergien bei Hund und Katze

Die Allergie ist eine Überempfindlichkeit des Immunsystems gegenüber bestimmten Substanzen. Wenn sich Hund oder Katze auffällig oft kratzen, steckt häufig eine Allergie dahinter. Denn der Juckreiz ist das klassische Symptom der meisten Allergien. Die wichtigsten Allergien sind die atopische Dermatitis (AD), die Flohspeichelallergie sowie die Futtermittelallergie.
Futtermittelallergene können tierischen oder pflanzlichen Ursprungs sein. Sie verursachen Juckreiz und auch Durchfall und Erbrechen. Sehr häufig reagieren die Tiere allergisch auf Proteine aus Rindfleisch und Milchprodukten. Die Futtermittelallergie lässt sich nur durch eine konsequente Eliminationsdiät – hierbei erhält das Tier nur jeweils eine Protein- und Kohlenhydratquelle, die nie zuvor gefüttert wurde – über acht Wochen und danach über ein „Re-challenge“ mit dem vorigen Futter nachweisen. Das bedeutet: Ist im Rahmen der Diät eine Besserung festzustellen, kann im Anschluss das alte Futter noch einmal gefüttert werden. Enthält dieses für das Tier allergieauslösende Stoffe, werden die Symptome innerhalb weniger Tage wieder auftreten. Nachfolgend kann man durch Hinzufüttern einzelner Komponenten versuchen herauszufinden, welche Eiweiße oder Kohlenhydrate das Tier verträgt oder nicht. 20 bis 30 Prozent der Hunde und Katzen mit einer Futtermittelallergie leiden darüber hinaus noch an weiteren allergischen Erkrankungen. (Foto: BfT/Klostermann)

Mehr zum Thema: bft-online.de
Unser Buchtipp zum Thema: Allergien beim Hund

Montag, 11. Januar 2010

Studie zum Thema Kopftremor / Head bobbing

Die Medizinischen Kleintierklinik der Universität München bittet um Eure Mithilfe! Martina Wolf, Tierärztin der Abteilung Neurologie schreibt:

"Wir haben aktuell eine neue Studie zum Thema Kopfwackeln (head bobbing) und sind nun auf der Suche nach Besitzern die hiermit schon Erfahrung gemacht haben. Egal ob der Hund die Symptome noch zeigt oder nicht, auch egal ob Sie ihn noch besitzen oder er bereits verstorben ist. Ich bin an allen Erfahrungen sehr interessiert. Es gibt einen Fragebogen zu diesem Thema den ich Ihnen dann gerne zu kommen lassen würde.
Schauen Sie sich das ganze doch einfach mal auf unserer Homepage an.
Gerne beantworte ich all Ihre Fragen zu diesem Thema, ich bin immer erreichbar unter:

Email: dobermann.kopftremor@gmx.de
Tel: 0170/6221026 oder 089/21802650


Ich freue mich auf Ihre Zuschriften.


Liebe Grüße,

Martina Wolf "

Hier geht es zur Studie: www.med.vetmed.uni-muenchen.de

Montag, 4. Januar 2010

Homöopathie für den Kreislauf von Hund und Katze

Ältere Hunde und Katzen haben häufig Herz- / Kreislaufprobleme. Die Tiere spüren Temperatur- und Luftdruckschwankungen genauso, wie wir und reagieren darauf oft mit ähnlichen Beschwerden, wie der Mensch. In der Anfangsphase können hier homöopathische Globulis oder Tropfen gegeben werden - bei Bedarf sogar mehrmals täglich. Begleitend zu anderen Therapien wirken sie kräftigend und stabilisierend.
Homöopathische Globulis und Tropfen werden in das Maul des Tieres gegeben. Bei Hunden genügt es, wenn sie auf die Innenseite der Lefzen kommen. Die Globuli müssen nicht geschluckt werden, damit sie ihre Wirkung entfalten; es reicht, wenn sie vom Speichel benetzt und aufgelöst werden, da die Wirkstoffe hervorragend über die Schleimhäute aufgenommen werden können.

Weitere Hilfreiche Tipps vom Tierarzt findet Ihr hier: traintinger.at
Und homöopathische Herz- / Kreislauf Mittel für Vierbeiner gibt es besonders günstig hier: apo-rot.de

Behörden warnen vor Aujeszkyscher Krankheit

Magdeburg - Sachsen-Anhalts Agrarministerium hat Schweinehalter zu erhöhter Vorsicht aufgerufen, um die Ausbreitung einer Tierseuche zu verhindern.
Die Aujeszkysche Krankheit sei im Landkreis Wittenberg bei einem Jagdhund festgestellt worden, der von einem erlegten, infizierten Wildschwein gefressen habe. Um einer Übertragung auf Hausschweine vorzubeugen, sollte in den Ställen laut Ministerium verstärkt auf die Einhaltung der Hygienebestimmungen geachtet werden. Dies gelte vor allem für Landwirte, die auch Jäger seien. Zudem sollte kein rohes Schweinefleisch an Katzen und Hunde verfüttert werden, diese seien besonders empfänglich für das Virus. Deshalb solle rohes Schweinefleisch nicht an Hunde und Katzen verfüttert werden, weil diese besonders empfänglich für das Virus seien. Während die Krankheit für Schweine nicht tödlich endet, sterben sogenannte Endwirte wie Katzen oder Hunde daran.
Infizierte Tiere reagieren nach einer Inkubationszeit von zwei bis neun Tagen mit Wesensveränderungen, Schluckbeschwerden, Lähmungen der Kopfmuskulatur und Tobsuchtsanfällen. Einen Impfstoff gegen die Tierseuche gebe es nicht, erklärte das Ministerium.
Die Tierseuche wurde zuletzt 1997 in Sachsen-Anhalt festgestellt. In den vergangen Jahren wurden bei Wildschweinen vor allem im Osten des Landes ebenso wie in den Nachbarländern Brandenburg und Sachsen Antikörper gegen die Viruskrankheit nachgewiesen. Während sie für Schweine nicht tödlich endet, sterben sogenannte Endwirte wie Katzen oder Hunde daran. Das Virus kann längere Zeit in Fleisch, Urin oder im Mist überleben. Für Menschen ist es ungefährlich. (Foto: pixelio.de © Templermeister, proplanta.de)

Montag, 7. Dezember 2009

Hund - Katze - Schwein(egrippe)

Auch Tiere können an Schweinegrippe erkranken. Weltweit beobachtet wurden bisher einzelne Übertragungen vom Menschen auf Schweine, Katzen, Frettchen und Truthähne. Meist verläuft die Krankheit bei Tieren mild. Todesfälle waren bisher sehr selten und betrafen vor allem Katzen.
«Die Fälle der erkrankten Tiere können quasi an einer Hand abgezählt werden», sagte Marcel Falk, Sprecher beim Bundesamt für Veterinärwesen (BVET), am Montag auf Anfrage. In der Schweiz sei ihm bisher kein solcher Fall bekannt.
Steckt sich ein Tier mit dem Schweinegrippevirus an, verläuft die Krankheit ähnlich wie beim Menschen. Oft werde die Krankheit nicht einmal bemerkt, sagte Falk weiter.
Gemäss BVET müssen Halterinnen und Halter von Heimtieren deshalb keine speziellen Regeln beachten und können normal mit ihren Tieren zusammen leben. (20min.ch, Foto: pixelio.de © Stefanie Abel)

Dienstag, 8. September 2009

Epileptische Anfälle durch Thiaminmangel

Thiamin oder auch Vitamin B1 ist ein wasserlösliches Vitamin aus dem B-Komplex und ist insbesondere für die Funktion des Nervensystems unentbehrlich. In dem Fachblatt Kleintiermedizin berichten die Autoren von einem Fall einer Hündin, die erstmals auffiel durch lange anhaltenden schleimigen Durchfall. Verschiedene Maßnahmen wie eine fettreduzierte Diät sowie Antibiotika erbrachten keine wirkliche Besserung. Zudem beobachteten die Besitzer eine immer stärkere Wesensveränderung: der Hund wurde immer nervöser und stressanfälliger.
Der Durchfall trat besonders in Stresssituationen auf. Plötzlich traten bei der Hündin zusätzlich epileptische Anfälle auf: Sie rannte hektisch herum und krampfte in Seitenlage für mehrere Sekunden.
Das Blutbild lieferte letztlich den Hinweis darauf, dass ein Thiaminmangel vorliegen könnte. Die Konzentration dieses B-Vitamins lag im unteren Drittel des Referenzbereiches. Offenbar war der langanhaltende Durchfall mitverantwortlich für diesen Mangel, da die Aufnahme dieses Vitamins vorwiegend im Dünndarm stattfindet. Der Hündin ging es nach der Therapie mit dem Vitamin wieder besser und sie ist auch nicht mehr so stressanfällig. Warum sie so lange Durchfall hatte, bleibt allerdings spekulativ. (tiergesundheit-aktuell.de)

Montag, 7. September 2009

Flohalarm:

Wenn es draußen kühler wird, verstecken Flöhe sich im Fell des Hundes und gelangen unbemerkt in die Wohnung. Flöhe mögen es warm. Deshalb nutzen sie Hunde als Taxi und gelangen "under cover" ins Haus. Dort vermehren sie sich explosionsartig.
Ein weiblicher Floh kann bis zu 40 Eier täglich legen, vier Wochen später ist die Nachkommenschaft erwachsen. Zunächst verharren die fertig entwickelten Flöhe im Puppenstadium. Nähert sich ein geeignetes Opfer, katapultieren sie sich selbst aus ihrer Wartestellung heraus und gehen auf Nahrungssuche. Flöhe sind geduldige Jäger. In der (Puppen-) Wartestellung können sie ein halbes Jahr und länger überleben. Das macht die Bekämpfung so schwierig und deshalb sollte es soweit niemals kommen.
Wer sein kuscheliges Sofa in der kalten Jahreszeit nicht mit Flöhen teilen möchte, sollte spätestens jetzt aktiv werden. Es empfiehlt sich, alle im Haushalt lebenden Hunde rechtzeitig zu behandeln. Geeignet zur Bekämpfung ist die Kombination von Präparaten, die sowohl die erwachsenen Flöhe als auch Eier und Larven erfassen oder abwehrend wirken.

Mehr zum Thema: presseportal.de

Dienstag, 25. August 2009

Gefährlicher Fuchsbandwurm: Tendenz steigend

Sammler von Pilzen oder Wildbeeren sollten sich vorsehen: An den Früchten könnten Eier des Fuchsbandwurms haften. Infektionen mit dem Bandwurm seien gefährliche Erkrankungen, die nicht heilbar seien und zum Tode führen könnten.
Der Fuchsbandwurm zerstöre die Leber und andere Organe. Besonders Füchse und Marderhunde seien betroffen. Sie würden die Wurmeier mit dem Kot ausscheiden. Alles, was mit dem Kot in Berührung komme, könne Träger der Wurmeier sein. Die Krankheit sei vom Tier auf den Menschen übertragbar. Zwischen Infektion und Ausbruch der Krankheit könnten bis zu 15 Jahre liegen. Auch Haustiere könnten über Dritte infiziert werden, etwa, wenn ein Hund eine infizierte Maus fange.

Mehr zum Thema: sueddeutsche.de

Samstag, 22. August 2009

São Paulo: Fledermäuse verantwortlich für 50% aller Tollwutfälle

Informationen vom Freitag (21.08) der Gesundheitsbehörde “Secretaria da Saúde de São Paulo” besagen, dass Bisse von Vampir-Fledermäusen (Desmodus rotundus) für 49,6 % aller Tollwutfälle im Bundesstaat São Paulo verantwortlich sind.
Die Auswertung der Daten stammen von den zwischen den Jahren 2005 und 2008 registrierten Fällen. Wie die Untersuchung ergab, traten in diesem Zeitraum 675 Fälle von Tollwut bei verschiedenen Tieren auf, wovon 335 Erkrankungen bei Fledermäusen festgestellt wurden. In weitere 266 Fällen erkrankten Rinder an der heimtückischen Krankheit, was 39,4 % aller Fälle ausmacht. Auch Pferde infizierten sich in 65 Fällen bzw. 9,6 % an Tollwut. Erkrankte Schweine machten lediglich 0,74 % aller Fälle aus, bei nur 5 Tieren wurde die Krankheit in dem Zeitraum registriert. Die Daten besagen weiter, dass der letzte Tollwutfall bei einem Hund im Bundesstaat São Paulo bereits 3 Jahre zurückliegt.
In den letzten Monaten ist die Anzahl der Tollwutfälle jedoch dramatisch angestiegen.
“Die Fledermaus ist zur Zeit der Hauptinfektionsherd der Krankheit, und sie sind nicht nur Überträger von Tollwut, sondern bei diesen Tieren bricht die Infektion voll aus und lässt die Tiere unberechenbar werden”, warnte die Direktorin des “Instituto Pasteur” Neide Takaoka.
Sie legte den Besitzern von Hunden und Katzen nahe, ihre Tiere jedes Jahr zur Schutzimpfung gegen Tollwut zum Tierarzt zu bringen. Somit sind die Haustiere vollkommen imun gegen die Ansteckungsgefahr, falls sie von Vampirfledermäusen gebissen werden oder aber solche jagen und erlegen.
Die Vampir-Fledermäuse ernähren sich vom Blut ihrer Opfer, sie verursachen mit ihren spitzen Zähnen eine kleine Wunde und lecken bis zu 25 ml Blut pro Stunde. Die grösste Gefahr stellt jedoch nicht der Biss, sondern die Übertragung von Krankheiten wie Tollwut und anderen gefährliche Infektionen dar. (Foto: pixelio.de © Susan Sümer)

Mittwoch, 12. August 2009

"Glasknochen"-Gen bei Dackeln entdeckt

Haustierforschung statt Tierversuche - Genetiker der Universität Bern haben eine Genmutation gefunden, die bei Dackeln zur Glasknochenkrankheit führt. Diese schwere Erbkrankheit weist bei Dackeln und Menschen ähnliche klinische Symptome auf. Daher könnten Mutationen im betreffenden Gen auch beim Menschen für die Glasknochenkrankheit verantwortlich sein.
Die Glasknochenkrankheit tritt als Erbkrankheit bei Menschen und Hunden auf. Sie äußert sich durch extrem zerbrechliche Knochen und Zähne. Sowohl beim Menschen als auch beim Hund wird sie hauptsächlich durch Schäden an zwei Genen verursacht, die für die Herstellung von Kollagen verantwortlich sind. Kollagen ist das häufigste Protein im menschlichen und tierischen Körper und verleiht den Knochen ihre Elastizität. Nun wurde bei Dackeln ein weiteres Gen identifiziert, welches für die korrekte Bildung von Kollagen benötigt wird. Ein Defekt dieses Gens führt bei den Tieren zur Glasknochenkrankheit.
Die besonderen Familienstrukturen von Rassehunden mit großen Würfen und präzise dokumentierten Verwandtschaftsverhältnissen über viele Generationen erleichtern die Suche nach krankheitsauslösenden Mutationen. Die Resultate sind ein eindrückliches Beispiel, wie die Forschung an Haustieren - ohne belastende Tierversuche - wichtige Erkenntnisse zum Wohle von Menschen und Tieren liefern kann.


Mehr zum Thema: bionity.com
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